Ausr├╝stung

Biathlon

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Ski

Zum Biathlon werden normale, nur etwa 1250 g schwere Skatingski mit einer Breite von ca. 5 cm verwendet. Die L├Ąnge der Ski ist abh├Ąngig von der K├Ârpergr├Â├če des Sportlers und nicht limitiert. Der Langlaufschuh wird mittels der Bindung etwa in der Mitte des Skis fixiert, wobei der hintere Teil des Schuhes bei jedem Schritt vom Ski losgel├Âst werden kann, um einen besseren Vorschub beim Vorw├Ąrtslauf zu erhalten. Ebenfalls zur Ausr├╝stung eines Biathleten geh├Âren schulterhohe Langlaufst├Âcke, mit denen sich die Sportler vom Boden absto├čen k├Ânnen, und windschl├╝pfige Rennanz├╝ge.

Gewehr

Bis 1977 wurde bei Biathlonveranstaltungen mit Gro├čkalibergewehren geschossen. Die Schie├čentfernungen betrugen dabei 100 m (stehend) bzw. 150, 200 und 250 m (liegend). Seit 1978 werden leichte Kleinkalibergewehre (Geradezugrepetierer), Kaliber .22, verwendet, deren Gewicht zwischen 3,5 und 6 kg liegt und die nur manuell zu repetieren sind. Automatische oder halbautomatische Gewehre d├╝rfen nicht verwendet werden. Das Abzugsgewicht muss mindestens 500 g betragen. Die Schie├čentfernung betr├Ągt einheitlich f├╝r das Stehend- und Liegendschie├čen 50 m.

Die Visiereinrichtung besteht aus einem Diopter, das jedoch keine vergr├Â├černde Wirkung besitzen darf, und dem Ringkorn am vorderen Ende des Rohres. Das Korn ist auswechselbar, damit bei schlechter Sicht ein so genanntes Nebelkorn eingesetzt werden kann. Dieses hat eine gr├Â├čere ├ľffnung, damit mehr Licht einfallen kann und die Sicht verbessert wird. Die Waffe ist samt Munition vom Sportler w├Ąhrend des gesamten Wettkampfes am eigenen K├Ârper mitzuf├╝hren.

Munition

Die Munition hat ein Kaliber von 5,6 mm und das Geschoss darf eine M├╝ndungsgeschwindigkeit von 380 m/s nicht ├╝berschreiten. Meist wird in K├Ąltekammern getestet, um ein Versagen oder eine Ver├Ąnderung der Flugeigenschaften bei Wettkampftemperaturen von +10 bis –15┬░ C auszuschlie├čen bzw. zu verringern.

Schie├čstand und Scheiben

Der Schie├čstand besteht aus 30 etwa 2,75 m breiten Schussbahnen. Geschossen wird auf je f├╝nf Scheiben pro Schussbahn, die in einer Entfernung von 50 m angebracht sind. Der zu treffende Bereich einer Scheibe betr├Ągt im Durchmesser 4,5 cm (liegend) bzw. 11,5 cm (stehend). Treffer werden durch Verdecken der schwarzen Scheibe angezeigt, das Verfehlen einer Scheibe wird entweder mit einer ovalen Strafrunde von 150 Metern (Staffel, Massenstart, Verfolgung und Sprint) oder einer Strafzeit von einer Minute (Einzel) bedacht. Je nach Laufst├Ąrke des Athleten kann pro Strafrunde von einer Laufzeit von 20 bis 30 Sekunden ausgegangen werden. Sollte ein Athlet den Schie├čstand vor Abfeuern der verf├╝gbaren f├╝nf bzw. in der Staffel acht Patronen verlassen, ohne alle Scheiben getroffen zu haben, wird er mit einer zweimin├╝tigen Zeitstrafe belegt. Selbiges gilt f├╝r das Unterlassen einer Strafrunde.

In den Anfangsjahren wurde auf Papierscheiben und Luftballons geschossen, danach wurden zerbrechliche Glasscheiben verwendet. Ab den Biathlon-Weltmeisterschaften 1981 setzten sich dann die schwarzen Metallscheiben durch, die bei einem Treffer automatisch abklappten. Diese werden teilweise auch heute noch verwendet. Mitte der 1990er Jahre wurde ein modernes System mit elektromechanischen Scheiben und computerisierter Auswertung der Treffer eingef├╝hrt. Dabei wird beim Aufprall des Geschosses auf die schwarze Scheibe mittels eines Sensor ein Impuls ausgel├Âst, durch den sich eine wei├če Scheibe vor die schwarze schiebt und die somit den Treffer anzeigt. W├Ąhrend f├╝r offizielle Wettk├Ąmpfe nur noch Metallscheiben zugelassen sind, werden beim so genannten Anschie├čen - als Vorbereitung auf einen Wettkampf - stets Kartonscheiben verwendet.