Sandrine gewinnt die Verfolgung in Pokljuka / Wilhelm und Apel auf dem Podest / 6 deutsche Damen unter den ersten 12

Sandrine Bailly gewinnt das Verfolgungsrennen in Pokljuka. Dicht dahinter erreichten Kati Wilhelm und Katrin Apel, die eine überragenden Leistung am Schießstand zeigte, die weiteren Podestplätze. Insgesamt konnte sich 6 deutsche Damen unter den ersten 12 Athletinnen platzieren.

Linda Tjörhom und die siegreiche Französin lieferten sich lange Zeit ein Duell am Schießstand. Erst beim dritten Anschlag musste die Norwegerin mit zwei Strafrunden abreißen lassen und Sandrine übernahm die Führung. Trotz zweier Schießfehler beim letzten Stehendanschlag konnte die Zweitplatzierte des Sprints ihre Führungsposition verteidigen und erreichte ungefährdet das Ziel.
Kati Wilhelm arbeitete sich auf den 2. Platz nach vorne und behält gleichzeitig die Führung im Gesamtweltcup. Sie fehlte lediglich im ersten Liegendschießen die letzte Scheibe und konnte sich so Stück für Stück in der Spitze des Feldes festbeißen. Auf der Schlußrunde hatte sie nur noch ihre Teamkollegin Katrin Apel im Nacken, die Wilhelm jedoch läuferisch nicht gefährlich werden konnte.
Allerdings überzeugte Apel heute mit einer glänzenden Leistung am Schießstand, die sie nach eigenen Angabe zuletzt im Training vor Olympia brachte. Katrin blieb nämlich bei allen vier Schießprüfungen fehlerfrei und erreichte mit dem 3. Platz eines ihrer besten Saisonergebnisse.
Simone Denkinger hatte sich nach dem vierten Platz im Sprint viel vorgenommen und zeigte sich im Vorfeld recht kämpferisch. Bei den Liegendschießen wurde sie jedoch vom Pech verfolgt und verfehlt jedes Mal die letzte Scheibe. Doch sie war auch heute wieder gut in der Loipe unterwegs und erreichte trotz einer weiteren Strafrunde nach dem 4. Schießen noch den 5. Platz.
Nur einen Platz dahinter kam Andrea Henkel ins Ziel. Für sie lief es am Schießstand recht gut, denn nur ein einziges Mal musste sie aufgrund eines Fehlers im ersten Stehendanschlag in die Runde.
Auch Martina machte mit einer stabilen Schießleistung viele Plätze gut. Mit drei fehlerfreien Anschlägen kämpfte Molly sich kontinurlich nach vorne. Beim letzten Anschlag ging dann lediglich ein Schuß nichts ins Schwarze. Insgesamt zeigte sie aber eine tolle Leistung, machte als Neunte nicht nur 16 Plätze gut sondern kletterte im Gesamtweltcup auch auf den 4. Platz nach vorne.
Ebenso lieferte auch Katja Beer eine klasse Vorstellung ab. Sie ging als 32. ins Rennen, konnte durch nur einen einzigen Fehler am Schießstand Position um Position gut machen und erreichte als 12. das Ziel.
Uschi Disl war leider wieder das Schlußlicht der deutschen Mannschaft. Mit insgesamt 6 Fehlern konnte sich sich nur unwesentlich verbessern und schob sich als 37. auf den 30. Platz vor.

Aufstellung der Mixed-Staffel

Die Aufstellung für die morgige Mixed Staffel, bei der es um den Weltmeistertitel in dieser Disziplin geht, ist noch nicht bekannt. Angesichts der letzten Platzierungen dürfte gerade bei den Damen die Entscheidung recht schwer fallen.

Olympische Ringe in Mittenwald

Molly-Fan Marinus Zwerger hat uns einige seiner Fotos vom Empfang in Mittenwald zur Verfügung gestellt. Auf den folgenden drei Bildern kann man sehr schön erkennen, wie viel Mühe sich die Mittenwalder mit der Gestaltung des Karwendels gemacht haben.

Die olympischen Ringe auf dem Karwendel in Mittenwald



Datum: 11.03.2006 - 14:51:17 Verfasst von: Dominik

Tjörhom gewinnt den Sprint in Pokljuka / Simi wieder einmal Vierte

Die deutschen Biathletinnen haben nach den olympischen Winterspielen einen schlechten Start in den Weltcup erwischt. Außer Simone Denkinger und Kati Wilhelm schaffte es keine andere Athletin in die TopTen. Der Sieg ging an die Norwegerin Linda Tjörhom vor den beiden Französinnen Sandrine Bailly und Florence Baverel-Robert.

Beste Deutsche am heutigen Tag wurde Simone Denkinger. Sie konnte sich nach der vorzeitigen Abreise in Turin in aller Ruhe auf den Wettkampf konzentrieren und setzte als Einzige der DSV-Damen Akzente. Simi meisterte mit Bravour den Liegendanschlag und präsentierte sich allgemein in toller Form. Beim Stehendschießen setzte sie einen Schuss daneben und vergab so den sicheren Podestplatz. Simone kam zwar im Ziel zunächst als Dritte an, wurde aber letztendlich von Linda Tjörhom vom Treppchen verdrängt. Allerdings liegen zwischen den Plätzen 3. und 4. nur eine hauchdünne Zehntelsekunde Unterschied.
Kati hatte trotz der vielen Termine der letzten Tage nichts von ihrer läuferischen Verfassung eingebüßt und war mit der drittschnellsten Zeit zumindest in der Loipe ganz weit vorne. Allerdings verbaute sich eine Topplatzierung gleich zu Beginn des Rennens durch zwei Fehler im Liegendschießen, als sie zu spät auf den hereinkommenden Wind reagierte. Im Klassement reiht sie sich auf dem 10. Platz ein und verteidigt weiterhin die Führung im Gesamtweltcup.
Bei Andrea Henkel war das Schießergebnis genau umgekehrt. Sie traf zunächst alle Scheiben bei der ersten Schießprüfung musste dann aber nach dem Stehendschießen gleich zweimal in die Strafrunde. Mit 1 Minute und 13 Sekunden Rückstand geht sie am Samstag mit der Startnummer 13 ins Rennen und hat immer noch gute Chance auf einen Platz ganz vorne.
Ebenfalls zwei Strafrunde leistete sich Katrin Apel. Sie musste nach beiden Schießprüfungen einmal in die Strafrunde und wurde mit 1:20 Minuten Rückstand 18.
Martina ging es am Schießstand leider nicht viel besser. Auch sie verfehlte jeweils eine Scheibe bei den Schießprüfungen und fand einfach nicht so richtig ins Rennen. Mit fast 2 Minuten Rückstand auf die führende Norwegerin musste sie sich mit dem 23. Platz vergnügen.
Noch schlimmer erwischte es jedoch Katja Beer und Uschi Disl. Mit insgesamt 3 beziehungsweise 5 Schießfehlern war im Sprintrennen nichts zu holen und so bekamen beide auf den Plätzen 32 und 36 leider keine Weltcuppunkte mehr ab.



Datum: 09.03.2006 - 20:41:24 Verfasst von: Dominik

Fotos vom Empfang in Mittenwald

EmpfangMittenwaldAm vergangenen Mittwoch fand wie in der untenstehenden News bereits zu lesen war, der Empfang für Martina in Mittenwald statt. Die Einheimischen liessen sich dazu einiges einfallen, um Molly noch einmal so richtig hochleben zu lassen. Neben einem Biathlon-Schülerwettbewerb gab es am Abend einen Umzug durch Mittenwald und anschließend eine Feier in der ECS Arena. Ganz nebenbei wurde Martina dabei zur Ehrenbürgerin ernannt.

Von Christian Bolzer, der neben einigen anderen Fanclubmitgliedern beim Empfang dabei war, gibt es nun die Bilder von diesem Ereignis. Über den untenstehenden Link kommt Ihr zur entsprechenden Sammlung.

Fotogalerie vom Empfang in Mittenwald

Außerdem hat Christian einen kleinen Bericht geschrieben,
den Ihr in unserem Forum finden könnt.



Datum: 08.03.2006 - 21:46:41 Verfasst von: Dominik

Empfang für Martina in Mittenwald

Silber-MollyGestern abend fand der Empfang für Martina in ihrer Heimat statt. Beim Triumphzug durch Mittenwald wurde sie dabei von über 1500 Fans bejubelt und wurde bei der anschließenden Feier in der ESC Arena zur Ehrenbürgerin von Mittenwald ernannt. In seiner Rede lobte Bürgermeister Salminger Martinas Natürlichkeit, ihre angenehme Herzlichkeit und sympathische Art. Gleichzeitig äußerte er einen Wunsch, dem wir uns gerne anschließen:
»Bleib so, wie Du bist«

Den vollständigen Artikel gibt es auf der Homepage des Münchner Merkurs.
Im Bayerischen Fernsehen gibt es heute in der Abendschau ab 17:45 Uhr einen Bericht über den Empfang. Fotos sind auf der Mittenwalder Homepage zu finden.

Das Bayrische Fernsehen (Blickpunkt Sport) ruft dieses Jahr zu einer besonderen Sportlerwahl auf. Unter dem Titel »Winterstar 06« sollen noch einmal unsere erfolgreichsten Sportler bei Olympia geehrt werden. Bei den Damen steht neben Uschi Disl und Kati Wilhelm auch Martina zur Wahl. Wir würden uns natürlich freuen, wenn ihr Molly eure Stimme geben würdet.

Link: Infos zum Winterstar 06
Link: Direkt zur Abstimmung



Datum: 02.03.2006 - 09:55:19 Verfasst von: Dominik

Olympiasieg für Olofsson / Silber für Wilhelm / Bronze für Disl / Dritte Goldmedaille für Michael Greis

Die deutsche Biathleten beenden mit drei weiteren Medaillen die olympischen Winterspiele 2006 und führen den Medaillenspiegel deutlich an. In den Massenstartrennen lief Michael Greis noch einmal zu Höchstformen auf und gewann Gold. Wenig später holten Kati Wilhelm und Uschi Disl Silber und Bronze.



Die Schwedin machte bei der Olympiapremiere des Massenstartwettbewerbs eines der besten Rennen ihrer Karriere. Sie blieb bis zum letzten Schießen fehlerfrei und war stets an der Spitze des Feldes zu finden. Beim zweiten Stehendanschlag verfehlte sie die dritte Scheibe und musste einmal in die Strafrunde. Die Zweitplatzierte Wilhelm war jedoch zu diesem Zeitpunkt schon zu weit weg um sie noch ernsthaft gefährden zu können.
Kati Wilhelm überzeugte beim Liegendschießen, wo sie alle Scheiben traf und kämpfte von Anfang an um die Medaille mit. Beim dritten Schießen ging der fünfte Schuss daneben, so dass der Abstand auf die bis dahin fehlerfreie Schwedin größer wurde. Beim letzten Anschlag sicherte Kati mit einem fehlerfreien Schießen den zweiten Platz ab und brachte Silber sicher nach Hause.
Der Kampf um Platz 3 war in diesem Fall spannender. Martina Glagow und Uschi Disl hatten bei den ersten drei Treffer lagen genau das selbe Trefferbild. Beide mussten sie einmal nach dem ersten Liegend- und Stehendschießen in die Strafrunde. Molly traf im Gegensatz zu Uschi, die ein weiteres Mal in die Runde musste, aber alle Scheiben bei der letzten Schießprüfung und ging als Dritte in die Schlussrunde. Dort hatte sie der heranstürmenden Disl aber nichts mehr entgegenzusetzten, so dass Disl am Ende doch noch zu ihrer olympischen Einzelmedaille kam.
Andrea Henkel erreichte mit insgesamt 3 Strafrunden den 13. Platz.

Gold für Michael Greis

Wenige Stunden zuvor feierte Michael Greis seine dritte Goldmedaille, mit der er zum erfolgreichsten Biathlet dieser olympischen Spiele aufstieg. Beim letzten Schießen waren zunächst Ole Einar Björndalen und der Pole Thomasz Sikora auf Goldkurs, doch beide patzten bei der letzten Schießprüfung und Greis nutzte die Gunst der Stunde um mit einem fehlerfreien Schießen an den beiden vorbei zu ziehen.

Silber-MollyDeutschland führt den Medaillenspiegel an

Die deutschen Biathleten haben die Erwartungen mehr als erfüllt. Insgesamt holten die Teams um Frank Ullrich und Uwe Müßiggang 11 Medaillen in 10 Wettkämpfen und haben damit maßgeblich zum ersten Platz in der Nationenwertung beigetragen! Die Medaillenträger im Überblick:

  • Silber - Einzel Damen - Martina Glagow
  • Gold - Einzel Herren - Michael Greis
  • Gold - Sprint Herren - Sven Fischer
  • Gold - Verfolgung Damen - Kati Wilhelm
  • Silber - Verfolgung Damen - Martina Glagow
  • Bronze - Verfolgung Herren - Sven Fischer
  • Gold - Staffel Herren (Greis, Rösch, Fischer, Gross)
  • Silber - Staffel Damen (Glagow, Henkel, Apel, Wilhelm)
  • Gold - Massenstart Herren - Michael Greis
  • Silber - Massenstart Damen - Kati Wilhelm
  • Bronze - Massenstart Damen - Usch Disl



Datum: 25.02.2006 - 13:57:38 Verfasst von: Dominik

Olympiasieg für Russland in der Staffel / Deutsches Quartett holt souverän Silber

Das russische Team war beim Staffelwettbewerb der Damen heute nicht zu schlagen. Das deutsche Quartett sicherte sich jedoch ebenfalls souverän die Silbermedaille. Bronze ging dank der Schlussläuferin Sandrine Bailly an Frankreich.



Für die deutsche Mannschaft ging zunächst Martina in die Loipe. Sie gewann das Duell am Start und setzte sich zusammen mit den Russinnen und Weissrussinnen an die Spitze des Feldes. Beim ersten Liegendschießen verfehlte Martina die dritte Scheibe, die sie mit dem ersten Nachlader dann zum Fallen brachte. Sie reihte sich nach dem Schießen auf Platz 3 ein und nahm die Verfolgung von Russland und Weissrussland auf. Während Anna Bogali beim anschließenden Stehenschießen mit einem Nachlader davon kam, brauchte Molly diesmal zwei Ersatzpatronen um alle Ziele zu treffen. Dennoch behielt sie die Position bei und übergab mit einem Rückstand von knapp 12 Sekunden auf Andrea Henkel.
Für die Russen legte im zweiten Teil des Rennen die starke Svetlana Ismouratova vor, die alle Scheiben beim Liegendschießen abräumte. Andrea Henkel verfehlte leider zwei Scheiben, traf diese aber im zweiten Anlauf. Dadurch wuchs der Vorsprung der Russen zu diesem Zeitpunkt bereits auf 30 Sekunden an. Beim Stehendschießen musste Ismouratova jedoch auch einmal nachladen und Andrea Henkel gab mit einer tollen Nullfehlerserie, über die sie sich selbst sichtlich freute, noch einmal alles.
Der Abstand blieb jedoch gleich und so schickte Andrea mit 30 Sekunden Rückstand Katrin Apel ins Rennen. Da Olga Zaitseva an der Spitze nicht patzte und alle 5 Patronen ins Schwarze brachte, war Apel bereits beim ersten Schießen unter Zugzwang. Das Liegendschießen absolvierte aber auch sie bravourös und traf alle Scheiben ohne Nachlader. Zaitseva zeigte jedoch auch beim Stehendanschlag keine Schwächen und verliess mit 5 weiteren Treffern den Schießstand. Das Stehendschießen erwiess sich nun bei Apel wieder einmal als große Wackeldisziplin. Auch mit den drei Ersatzpatronen gelang es ihr nicht alles zu treffen und sie musste in die Strafrunde. Der Abstand auf die Russinnen wuchs damit auf mehr als eine Minute an. Glücklicherweise waren die nachfolgenden Nationen zu diesem Zeitpunkt schon zu weit weg um die missliche Lage des deutschen Teams auszunutzen.
Katrin Apel übergab daraufhin auf Kati Wilhelm als Schlussläuferin, die mit über einer Minute Rückstand auf Albina Akhatova jedoch kaum noch eine Chance auf Gold hatte. Akhatova schoss ruhig und konzentrierte und gab mit 10 Treffern in Folge den Olympiasieg nicht mehr aus der Hand. Doch Kati Wilhelm gab nicht auf, schoss gut und schnell und sicherte mit einem perfekten Schießergebnis den zweiten Platz nicht minder souverän ab. Während die Plätze 1 und 2 bereits vergeben waren, wurde hinten noch einmal hart um Bronze gekämpft. Sandrine Bailly lief als Schlussläuferin an die, auf Platz 3 für Weissrussland laufenden Olena Zubrilova heran und überholte sie bereits auf dem ersten Kilometer nach dem letzten Schießen. Zubrilova hatte der Französin nichts mehr entgegen setzen, die daraufhin zusammen mit ihren drei Teamkolleginnen die Bronzemedaille feiern konnte.

Anerkennung für das russische Team, das heute das Rennen am Schiesstand dominiert und entschieden hat,
aber auch Glückwunsch an die deutschen Damen zum Gewinn der Silbermedaille!



Datum: 23.02.2006 - 15:05:44 Verfasst von: Dominik

GOLD für die deutsche Herren-Staffel / Damen-Staffel ohne Uschi Disl

Das deutsche Quartett Gross, Rösch, Fischer und Greis holt sich Gold im Staffelwettbewerb und verweist die Teams aus Russland und Frankreich auf die weiteren Plätze. Mitfavorit Norwegen geht auf Platz 5 leer aus.



Startläufer Ricco Gross ging als Erster in die Loipe und bestimmte sofort von Beginn an das Rennen vorne mit. Während sich andere Nationen bereits beim ersten Schießen Fehler leisteten, brachte Gross alle Scheiben ohne Nachlader zum Fallen. Auf der Strecke heftete sich anschließend der überraschend starke Amerikaner Hakkinnen an seine Fersen und zog nach dem zweiten Schießen, bei der Ricco dann einen Nachlader benötigte, sogar vorbei. Auf der Schlussrunde konnte Gross mit den anderen Athleten nicht ganz mithalten und so hiess die Reihenfolge beim ersten Wechsel USA, Tschechien und Deutschland.
Für die deutsche Mannschaft ging nun Michael Rösch in die Spur. Er ging die erste Runde stark an und hatte nach wenigen Metern den amerikanischen Läufer bereits eingeholt. Doch Rösch holte noch einen weiteren Trumpf aus dem Ärmel und traf alle Scheiben bei seiner ersten Schießprüfung. Durch 5 weitere Treffer ohne Nachlader baute Rösch seinen Vorsprung nach dem Stehendschießen sogar noch aus und verteidigte die Führung. Beim zweiten Wechsel war der Vorsprung auf die zweitplatzierten Polen mittlerweile auf knapp 20 Sekunden angewachsen. Michael Rösch hatte somit ein perfektes Staffelrennen gemacht und seinen Einsatz mehr als gerechtfertigt.
Sven Fischer baute in der Loipe die Führung durch seine starke läuferische Verfassung weiter aus. Am Schießstand verfehlte er zwar zunächst die vierte Scheibe, traf diese dann aber gleich mit dem ersten Nachlader und hielt den Vorsprung von 30 Sekunden auf die Konkurrenz. Beim Stehendschießen machte es Fischer jedoch noch einmal spannend. Zunächst setzte er den ersten und dritten Schuss daneben und schaffte es nicht mit den drei zur Verfügung stehenden Nachladern alle Scheiben zu treffen. Sven musste daraufhin einmal in die Strafrunde, da aber auch die nachfolgenden Athleten der anderen Nationen Schüsse daneben setzten, schrumpfte der Vorsprung nur unwesentlich. Der Russe Rostovtsev nutzte die Gunst der Stunde am besten und schob sich auf die zweite Position. Beim letzten Wechsel auf Michael Greis befanden sich die Deutschen mit 18,5 Sekunden Vorsprung immer noch auf Goldkurs. Derweil bahnte sich hinter Russland ein Kampf um den 3. Platz zwischen Frankreich und Schweden an.
Michael Greis verfehlte beim Liegendschießen die dritte Scheibe und konnte sie erst mit dem zweiten Nachlader zum Fallen bringen. Nachdem Greis den Schießstand bereits verlassen hatte, überholte Raphael Poiree mit einem tadellosen Schießen das russische Team und schloß auf Platz 2 auf. Beim letzten und alles entscheidenden Schießen machte Michi dann alles klar. Er setzte zwar den vierten Schuss daneben, traf aber mit einer zusätzlichen Patrone alle Scheiben. Das war der Staffelsieg für das deutsche Team! Durch die Strafrunde von Poiree fiel die französische Staffel wieder zurück und eröffnete den Russen und Schweden wieder die Chancen auf Silber und Bronze. Während die Russen ihren zweiten Platz in der Loipe verteidigten, schmolz der Vorsprung der Schweden immer mehr, da Raphael Poiree noch einmal alles aus sich herausholte. Gold ging Deutschland, Silber an die Russen, die Vergabe der Bronzemedaille wurde allerdings erst auf der Zielgeraden entschieden. Im Schlusssprint kam der Schwede Bergmann jedoch leicht ins Straucheln und verlor am Ende wertvolle Millimeter, die wiederum Frankreich zum dritten Platz verhalfen. Das Team aus Norwegen ging aufgrund mehrerer Fehler und Strafrunden mit dem 5. Platz leider leer aus.

Wir gratulieren Ricco, Michael, Sven und Michi zu diesem tollen Staffelrennen,
der mannschaftlichen Geschlossenheit und Gewinn der Goldmedaille!


Deutsche Staffel tritt ohne Uschi Disl an

Inzwischen ist auch die Aufstellung der deutschen Damen-Staffel bekannt. Bundestrainer Uwe Müßiggang entschied sich neben den bereits fest gesetzten Athletinnen Martina Glagow, Kati Wilhelm und Andrea Henkel letztendendes für Katrin Apel. Uschi Disl bekommt am kommenden Samstag im Massenstart jedoch noch einmal die Chance auf eine olympische Einzelmedaille.



Datum: 21.02.2006 - 21:11:41 Verfasst von: Dominik

Bilder des Andrea Henkel Fanclubs vom Sprint und der Verfolgung

Der Andrea Henkel Fanclub hat uns erneut 6 Fotos vom Sprint und 4 Fotos vom Verfolgungsrennen der Damen zur Verfügung gestellt.

Fotos des AHFC vom Sprint der Damen


Fotos des AHFC vom Verfolgungsrennen der Damen


Wir danken dem Andrea Henkel Fanclub für die Bereitstellung der Fotos!



Datum: 18.02.2006 - 19:18:51 Verfasst von: Dominik

GOLD und SILBER für Wilhelm und Glagow / Deutscher Olympia-Doppelerfolg

Kati Wilhelm kam im Verfolgungrennen der Damen endlich zur erhofften und auch erwarteten Goldmedaille. Martina Glagow, die als 17. ins Rennen ging, holte Silber und verwies auf einer spannenden Schlussrunde die Russin Albina Akhatova auf den dritten Platz.


Kati Wilhelm, Martina Glagow und Albina Akhatova

Kati Wilhelm, die als Siebte mit knapp 18 Sekunden Rückstand auf die Frazösin Florence Baverel-Robert startete, hatte sich viel vorgenommen und griff gleich auf der ersten Runde an. Als das Spitzenfeld zum ersten Mal den Schießstand erreichte, war Kati bereits auf der dritten Position. Durch ein fehlerfreies Schießen übernahm sie die Führung und gab diese bis zum Ende nicht mehr her. Nach 5 weiteren Treffern beim zweiten Liegendanschlag, leistete sie sich im Stehendschießen den ersten und einzigen Fehler, der sie jedoch nicht aus der Bahn warf. Beim letzten Schießen hatte sie schließlich über eine Minute Vorsprung und machte mit 5 weiteren Treffern den Olympiasieg perfekt. Sie genoss die letzte Runde und kam mit der deutschen Fahne im Gespäck als Erste ins Ziel.

Gleichzeitig sorgte Martina für den deutschen Doppelerfolg. Molly ging mit über einer Minute Rückstand als 17. in die Loipe. Nachdem sie bei den ersten beiden Schießen sowohl den ersten als auch den dritten Schuss daneben setzte, schien eine Medaille zunächst in weite Ferne gerückt zu sein. Sie profitierte aber dann von den Fehlern der Konkurrenz und kam durch ein fehlerfreies Stehendschießen wieder ins Rennen um die Medaillen zurück. Beim letzten Anschlag hieß das Duell um die Medaillen dann Bailly, Poiree, Akhatova und Glagow. Während die beiden Erstgenannten in die Strafrunde musste, begaben sich Albina und Martina auf die letzte Schleife. Molly zeigte wieder ein starke Schlussrunde, holte nicht nur den Rückstand von 8 Sekunden auf, sondern zog am letzten, kurzen Anstieg an der Russin vorbei. Die hatte diesem Angriff daraufhin nichts mehr entgegenzusetzen. Es ist die zweite Silbermedaille für Martina bei den olympischen Spielen.
Katrin Apel und Uschi Disl, die als 22. beziehungsweise 34. ins Rennen gingen, kamen bei schwierigen Bedingungen relativ gut mit dem Schießstand zurecht und leisteten sich 3 beziehungweise 4 Fehler. Uschi war dabei wieder etwas schneller unterwegs und drängte sich im Ziel vor Apel noch auf den 10. Platz. Insgesamt machten Katrin 11 und Uschi 24 Plätze gut und sorgten für ein gutes Mannschaftsergebnis.

Wir gratulieren Kati Wilhelm zum Olympiasieg und einem perfekten Rennen sowie Martina zum Gewinn der zweiten Silbermedaille,
die sie sich durch eine fantastische Aufholjagd von Platz 17 auf 2 redlich verdient hat!




Datum: 18.02.2006 - 14:02:41 Verfasst von: Dominik

Olympiasieg für Florence Baverel-Robert / Deutsche Damen erwischen schlechte Startnummern

Die deutschen Damen haben sich heute durch niedrige Startnummern die Medaillenchancen verbaut. Olympiasiegerin im Sprint der Damen wurde die Französin Florence Baverel-Robert vor der Schwedin Anna Carin Olofsson und Lilia Efremova aus der Ukraine.



Florence, die zuvor noch nie ein Weltcuprennen gewonnen hat, überzeugte am Schießstand und auf der Strecke. Sie traf alle Scheiben und profitiere in der Loipe von der hohen Startnummer. Anna Carin Olofsson, die als Mitfavouritin ins Rennen ging, leistete nur im Liegendschießen einen Fehlschuss und konnte wieder einmal mit einer starken Laufleistung glänzen. Überraschend erreichte auch die Ukrainerin Lilia Efremova einen Platz auf dem Podest. Sie blieb wie die Siegerin fehlerfrei und verwies mit einem Vorsprung von zwei Sekunden Albina Akhatova auf den vierten Platz.

Die deutschen Damen hatten heute eindeutig Pech mit den niedrigen Startnummern. Besonders der anhaltende Schnellfall beziehungweise Neuschnee bremste die Athletinnen, was man im weiteren Verlauf des Rennen immer mehr merkte. Erst um die Startnummer 40 wurde das Wetter besser, die Spur schneller und die Bedingungen am Schießstand etwas einfacher.
Kati Wilhelm, die im Vorfeld als heiße Favouritin gehandelt wurde, tat dennoch ihr Bestes und gab in der Spur alles. Nach einem fehlerfreien Liegendschießen setzte sie bei der zweiten Schießprüfung den letzten Schuss daneben und vergab somit einen möglichen Podestplatz. Sie geht als Siebte in den Verfolgungswettbewerb.
Martina Glagow, die nach dem Gewinn der Bronzemedaille ohne Erwartungsdruck als dritte Deutsche ins Rennen ging, blieb zunächst ebenfalls fehlerfrei und reihte sich in der Rangliste nach dem ersten Schießen auf dem zweiten Platz ein. Bei der zweiten Schießprüfung verfehlte Molly die vierte Scheibe und wurde am Ende auf den 17. Platz durchgereicht. Mit einer knappen Minute Rückstand auf die Siegerin hat sie bei der anschließenden Verfolgung am Samstag dennoch eine gute Ausgangsposition.
Katrin Apel, die zuletzt durch ihr Mißgeschick beim Training in die Medien geriet, kam heute zu ihrem ersten Olympiaeinsatz. Während sie sich in der Loipe wieder in einer guten Form zeigte, haperte es am Schießstand. Gleich zweimal verfehlte Katrin die vierte Scheibe und musste 300 Meter extra laufen. Am Ende sollte es der 22. Platz für sie sein.
Uschi Disl ging mit Startnummer 3 als erste Deutsche ins Rennen und taucht letztendlich als Letzte der vier DSV-Damen auf dem 34. Platz im Gesamtklassement auf. Ein Fehler im Liegend- und zwei Fehler im Stehendanschlag waren im Angesicht der veränderte Bedingungen zum Ende des Rennens hin einfach zuviel für eine Platzierung ganz vorne.

Wir drücken den Damen ganz fest die Daumen und wünschen Ihnen viel Erfolg beim Verfolgungswettbewerb!

Dopingfall bei Olga Pyleva

Martina Glagow war beim heutigen Rennen die lachende Vierte, auch wenn die Umstände alles andere als erfreulich waren. Die Russin Olga Pyleva, die beim 15km Einzelrennen auf Platz 2 kam, wurde heute morgen mit der A- und B-Probe positiv getestet und bekam gleichzeitig die Silbermedaille aberkannt. Martina, die bestürzt auf diese Neuigkeit reagierte, wird nun als Vizeolympiasiegerin mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Die Bronzemedaille geht an die bisdahin Viertplatzierte Albina Akhatova aus Russland.



Datum: 16.02.2006 - 13:34:58 Verfasst von: Dominik

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