| Bilder vom Saisonfinale am Holmenkollen / Saisonresümee |
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Der Martina Glagow Fanclub hat es sich nicht nehmen lassen beim Saisonfinale am norwegischen Holmenkollen dabei zu sein. Zusammen mit den Freunden vom Andrea Henkel Fanclub haben unsere Mitglieder Fritz, Annemarie, Anke, Rocco, Heike und Helga die deutschen Sportler kräftig unterstützt. Die schönsten Bilder könnt ihr nun in unserer Gallerie anschauen.
Fotos des MGFC aus Norwegen

Saisonresümee 2005/2006
Einmal mehr können wir mit viel Freude und auch ein wenig Stolz auf eine tolle Saison von Martina Glagow zurückblicken.
Dabei stoßen wir dieses Mal immer wieder auf die Zahl 3:
- Molly konnte 3 Weltcupsiege (2 x Massenstart, 1 x Sprint) feiern,
- gewann 3 Silbermedaillen bei den olympischen Winterspielen in Turin
- und wurde mit 694 Punkten 3. und damit zweitbeste Deutsche im Gesamtweltcup
Die Basis für diese Erfolge bildete das gute Training im Sommer, dass sie unter anderem in Österreich absolvierte und dabei jede Menge Spaß hatte. Während Martina beim ersten Weltcup in Östersund noch verhalten begann, sollte die Saisonvorbereitung in Hochfilzen zum ersten Mal Früchte tragen. Molly konnte hier ihr gesteigertes Laufpensum in der Staffel zeigen, in der sie sich als Startläuferin gegen die Schwedin Anna Carin Olofsson, die im weiteren Saisonverlauf zusammen mit Kati Wilhelm und Uschi Disl die Laufzeiten bestimmten sollte, behaupten konnte.
Nach einer krankheitsbedingten Auszeit in Osrblie, meldete sich Martina in Oberhof vor heimischem Publikum eindrucksvoll zurück. Nach einem fünften Platz im Sprint gewann sie durch ein taktisch kluges Rennen den Massenstartwettbewerb. Nur wenige Wochen später sollte ihr dies im italienischen Antholz erneut gelingen. Wieder blieb sie fehlerfrei und lief unter dem Applaus des Bundestrainers mit einem deutlichen Vorsprung als Erste über die Ziellinie. Dies brachte viel Selbstvertrauen und Motivation für die anstehende Olympiade in Turin, zumal sie sich mit Andrea Henkel und Uschi Disl auf den weiteren Podestplätzen doppelt über den zweiten Saisonsieg freuen konnte.
Zum Saisonhöhepunkt in Turin hatten die deutschen Biathleten und Biathletinnen dann alles richtig gemacht und waren auf den Punkt genau in Höchstform. Die erste von insgesamt 11 Medaillen gewann Martina gleich im ersten Rennen. Im Einzelrennen handelte sie sich zwar zwei Strafminuten ein, machte jedoch eines der besten Rennen ihrer Karriere und mobilisierte in der Loipe alle zur Verfügung stehenden Kraftreserven. Mit der drittbesten Zeit im Feld bekam sie die Bronzemedaille überreicht, die durch den später aufgedeckten Dopingfall der Russin Olga Pyleva sogar noch versilbert wurde. Im Sprint hatte die gesamte deutsche Damenmannschaft reichlich Pech mit der gewählten Startgruppe und mitunter auch mit dem Material. Trotz guter Leistungen am Schießstand und der Strecke konnte keine Athletin einen Podestplatz erreichen. Molly ging im anschließenden Verfolgungsrennen nur als 17. mit über einer Minute Rückstand auf die Führende ins Rennen, machte jedoch wieder ein unglaubliches Rennen. Nach dem letzten Stehendschießen hatte sich Martina bereits auf den dritten Platz nach vorne gearbeitet und die Bronzemedaille schien bereits sicher zu sein. Dank ihres enormen Kampfgeistes gab sie angefeuert von den Betreuern auf der Strecke noch einmal richtig Gas und holte am letzten Anstieg noch die Russin Albina Akhatova ein. Im Ziel fiel sie völlig erschöpft Kati Wilhelm in die Arme, mit der sie einen deutschen Doppelsieg sowie die zweite Silbermedaille feiern konnte. Im Staffelrennen folgte Medaille Nummer 3, die sich das Team um Martina, Andrea, Katrin und Kati mit dem 2. Platz sicherte. Beim Massenstartrennen galt Martina aufgrund der vorherigen Ergebnisse als eine der Favouritin und schrammte nur knapp an einer Medaille vorbei. Auf der Schlussrunde musste sie Uschi Disl vorbeiziehen lassen, die in ihrem letzten olympischen Rennen noch einmal eine Einzelmedaille gewinnen wollte. In dieser Situation verhielt sich Martina außerordentlich fair und sportlich als sie Uschi sogar noch ein »Hol dir die Medaille« hinterher rief. Dies brachte der Mittenwalderin nicht nur bei den eigenen Fans viel Sympathie ein.
Nach Turin war dann etwas die Luft und vielleicht auch die Motivation raus, so dass die Weltcups in Pokljuka und Kontiolahti ohne nennenswerte Ergebnisse vorbeigingen. Beim Sprint am Holmenkollen lief Martina aber noch einmal unerwartet zu Höchstformen auf. Mit einem fehlerfreien Schießergebnis und einer guten Laufzeit sprintete sie zum dritten Mal ganz oben aufs Podest. Im Massenstartrennen kämpfte sie schließlich um die kleine Kristallkugel in der Disziplinenwertung mit, die sie am Ende auch gewann. Gleichzeitig sicherte Molly sich noch einmal viele Weltcup-Punkte und erreichte den hervorragenden dritten Platz im Gesamtweltcup.
Wir gratulieren Martina zur ihrer erfolgreichen Saison, in der sie mehr erreicht hat als sie sich selbst vorgenommen und erhofft hatte,
und wünschen ihr nun ein paar schöne und erholsame Tage in Mittenwald und einen angenehmen Sommerurlaub!
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| Datum: 27.03.2006 - 23:04:43 |
Verfasst von: Dominik |
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