| Lotterie-Schießen bei der zweiten Auflage der Mixed-Staffel / Weltmeistertitel für Russland |
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Bei der Neuauflage des Klassikers »Vom Winde verweht« siegte die Mannschaft Russland II (Anna Bogaliy-Titovets, Sergei Tchepikov, Irina Malgina, Nikolay Kurglov) im Mixed-Staffel-Rennen vor den Teams Norwegen I (Linda Tjörhom, Halvard Hanevold, Tora Berger, Ole Einar Björndalen) und Frankreich I (Florence Baverel-Robert, Vincent Defrasne, Sandrine Bailly, Raphael Poiree). Durch sehr wechselhafte Bedingungen am Schießstand, bei denen der Wind auf Spitzengeschwindigkeiten von 40km/h kam, wurden unzählige Strafrunden geschossen und es war häufig mehr Glück als Können im Spiel. Die deutschen Mannschaften erreichen mit deutlichen Rückstanden den 4. (Germany I) beziehungsweise 10. (Germany II) Platz.
Martina Glagow ging als Startläuferin für Germany II ins Rennen und setzte sich, wie wir es bereits in anderen Staffelrennen von ihr gesehen haben, an die Spitze des Feldes. Mit nur einem Nachlader im Liegenanschlag ging sie mit nur 5 Sekunden Rückstand auf Slowenien II zurück auf die Strecke. Beim Stehendanschlag hatte sie dann viel Pech mit dem Wind. Molly liess sich nach 3 Fehlschüssen Zeit um die Reservepatronen ins Ziel zu bringen, was aber bei den Bedingungen nahezu unmöglich war. Am Ende musste sie zum ersten Mal in einem Staffelrennen in die Strafrunde und ging mit 90 Sekunden Rückstand auf die Schlussrunde.
Beim ersten Wechsel auf Ricco Gross blieb der Abstand etwa gleich. Gross schoss daraufhin schnell und gut im Liegendanschlag und musste wie Martina nur einmal nachladen um alle Scheiben zu treffen. Beim Stehendschießen zeigte er seine ganze Klasse und traf auf Anhieb alle Scheiben. Der Rückstand auf die immer noch führenden Slowenen verringerte sich auf 45 Sekunden.
Auf Position 3 wurde daraufhin Andrea Henkel ins Rennen geschickt. Die sichere Schützin hatte aber ebenfalls Pech und ihre liebe Mühe am Schießstand. Letztendlich liess sie zwei Scheiben stehen und Germany II fiel erneut zurück. Leider lief das Stehendschießen auch nicht viel besser. Dreimal musste Andrea in die Strafrunde und übergab mit rund 4 Minuten Rückstand auf Position 9 an Sven Fischer.
Fisch hatte im Gegensatz zu Andrea daraufhin wieder etwas bessere Bedingungen am Schießstand und benötigte nur eine Reservepatrone um alles zu treffen. Auch beim letzten Anschlag schoss Sven zunächst eine tolle Serie mit vier Treffern in Folge, brauchte aber dann all seine Patronen um auch die letzte Scheibe zu treffen. Im Ziel blieb damit nur der 10. Platz für das Team um Martina Glagow, Ricco Gross, Andrea Henkel und Sven Fischer.
Das Team Germany I erwischte im wahrsten Sinne des Wortes keinen guten Start. Gleich zu Beginn verhakten sich Simone Denkinger und die Französin Florence Baverel-Robert, so dass beide erst wieder aufschließen mussten. Simi liess sich jedoch von dem Sturz nicht aus der Ruhe bringen und konnte zunächst ihre gute Leistung aus den Sprint- und Verfolgungsrennen wiederholen. Sie traf mit einem einzigen Nachlader alle Scheiben und begab sich als 14. auf die zweite Runde. Beim Stehendschießen hatte sie von allen deutschen Athleten und Athletinnen dann das meiste Pech, denn sie musste gleich viermal in die Strafrunde und fiel weit zurück.
Trotz des großen Rückstandes gab Michael Rösch als zweiter Läufer alles und zeigte einen fehlerfreien Liegenanschlag. Auch beim Stehendschießen glänzte Michi und verfehlte bei der tollen Serie nur die letzte Scheibe, die er jedoch mit einem Nachlader zum Fallen brachte und sich auf den 11. Platz nach vorne schob. Er schickte daraufin Kati Wilhelm ins Rennen.
Auch das Rottkäppchen hatte seine liebe Mühe im Schießstand und brauchte alle Reservepatronen um nicht in die Strafrunde zu müssen. Durch die drei Strafrunde von Andrea Henkel kam es nach dem 2. Schießen zum einem Positionswechsel der deutschen Teams, als Kati mit einem Nachlader alle Scheiben abräumte und sich an die 5. Position setzte.
Schlussläufer Andi Birnbacher machte dort weiter, wo er in den letzten Rennen aufgehört hat. Mit einem starken fehlerfreien Liegendanschlag und nur zwei Nachladern beim Stehendschießen sicherte er nicht nur den 5. Platz ab sondern profitierte von den Fehlern der Slowenen und lief auf den 4. Platz nach vorne.
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| Datum: 12.03.2006 - 13:11:24 |
Verfasst von: Dominik |
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