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| Staffelsieg für Norwegen / Deutschland auf Rang 3 vom 10.12.2005 |
| Nach dem verpatzten Auftakt in Österstund wollte die deutsche Damenstaffel einiges wieder gut machen. Uwe Müßiggang liess heute Uschi Disl und Andrea Henkel, die ihren 28. Geburtstag feierte, drausen und setzte auf Martina Glagow, Simone Denkinger, Katrin Apel und Kati Wilhelm.
Startläuferin Martina Glagow ordnete sich nach dem Start bereits auf Position 2 ein und gestaltete zusammen mit der Norwegerin Liv Grete Poiree das Rennen an der Spitze. Beim Liegenschießen war Molly sehr schnell im Anschlag und setzte den ersten Treffer sowie 4 weitere in Folge und verliess als Erste wieder den Schießstand. An dieser Stelle konnte ihr nur die läuferisch starke Schwedin Anna Carin Olofson folgen. Beide lieferte sich ein packendes Duell und konnten den Vorsprung zum Rest des Feldes dadurch sogar leicht ausbauen. Auch beim anschließenden Stehendanschlag bewies Martina in welcher fantastischen Form sie ist, indem sie mit weiteren 5 Treffern und der besten Schießzeit (25 Sekunden) die Schwedin förmlich stehen liess. Olofson kam zwar in der Loipe wieder heran, doch Martina liess sich nicht abschütteln und übergab am Ende sogar mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf Simone Denkinger, in dem sie die Schwedin im Schlußsprint überholte. Für Simone Denkinger, die zum ersten Mal seit 2 Jahren wieder eine Staffel gelaufen ist, war Helena Jonsson, die zweite Läuferin in der schwedischen Staffel, keine ernstzunehmende Konkurrenz, so dass sie die Führung trotz zweier Nachlader behaupten konnte. In der Loipe machte Simi ein gutes Rennen und büßte nur wenige Sekunden ein. Den ersten Rang verlor sie dann dennoch als sie ihre 5 Scheiben beim zweiten Anschlag nur mit Hilfe aller drei Nachlader treffen konnte. Svetlana Ishmouratova nutze diese kleine Schwäche sofort aus und übernahm die Führung. Simone kämpfte und tastete sich gemeinsam Gro Istad-Kristiansen an die Russin heran. Beim zweiten Wechsel waren die drei Nationen an der Spitze dann wieder beieinander. In der Gruppe mit Gunn Margit Andreassen und Albina Akhatova machte dann zunächst Katrin Apel das Tempo und setzte sich an die erste Position. Beim Liegenschießen legte sie dazu noch eine tolle Serie hin und verliess als Erste auch wieder den Schießstand. Mit einem kleinen Vorsprung kam sie wenig später erneut an die Anlage und begann stellte sich der letzten Schießprüfung. Nach einer guten Serie, bei der sie zwar eine Scheibe verfehlte, die restlichen drei aber traf, setzte sie vor der letzten Scheibe zweimal ab und bekam so die gefürchtete Nähmaschine. Später im Interview sowie gegenüber dem Bundestrainer äußerte Katrin, sie habe so geschwankt, dass sie überhaupt nichts mehr schwarz gesehen hat. Somit geschah es, dass Apel trotz drei Nachladern eine Scheibe stehen liess und in die Strafrunde musste. Das die Russinnen fehlerfrei durch die 6. Schießprüfung kamen und auch Andreassen mit zwei weiteren Patronen alle Scheiben traf, wuchs der Rückstand für Deutschland nun auf fast eine Minute an. Katrin versuchte auf der Strecke noch einmal alles zu geben, konnte aber nicht mehr als 15 Sekunden auf die beiden Führenden gut machen. Sie übergab auf Postion auf Schlußläuferin Kati Wilhelm, die nun nach dem Motto Xalles oder nichts das Rennen gestalten musste. Da sowohl Russland mit Olga Zaitseva als auch Norwegen mit Linda Tjörhom zum Schluss zwei sehr erfahrene Läuferinnen ins Rennen schickte, war es jedoch schwer einige Sekunden herauszulaufen. Gleichzeitig erlaubte sich beide nicht mehr als einen Nachlader in den Schießprüfung, so dass Wilhelm, die selbst beim zweiten Schießen zwei zusätzliche Patronen brauchte um alles zu treffen, nur noch den dritten Platz nach hinten absichern konnte. Den Sieg machten Tjörhom und Zaitseva schließlich unter sich aus, wobei die Norwegerin eindeutig die meisten Reserven hatte und sich wenige hundert Meter vor dem Ziel von der Russin absetzen konnte. Für Norwegen war dies der zweite Staffelsieg in dieser Saison. Insgesamt hat die deutsche Mannschaft selbst mit dem dritten Platz positive Akzente gesetzt und zumindest wieder auf dem Weg nach oben an die Weltspitze. Martina und Kati haben sich zwar erneut für die Staffel empfohlen, es bleibt aber dennoch abzuwarten, wie die olympische Staffel am Ende aussehen wird. |