07.12.2007

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Zweiter Podestplatz für Kati Wilhelm
Olympiasiegerin Kati Wilhelm hat sich am Freitag (7.12.) beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen den dritten Platz im Sprint und damit ihren zweiten Podestplatz in dieser Saison gesichert.

Die Zella-Mehliserin - in der vergangenen Woche Sprintzweite von Kontiolahti - schoss fehlerfrei und musste sich im Ziel nur der Französin Sandrine Bailly und der Russin Jekaterina Juriewa geschlagen geben, die in der Loipe stärker waren. Bailly feierte den 17. Sieg ihrer Laufbahn und den ersten in dieser Saison mit 18,8 Sekunden Vorsprung auf Juriewa. Wilhelms Abstand zur Gewinnerin betrug 33,9 Sekunden. Mit diesem Rückstand startet sie am morgigen Samstag ins Verfolgungsrennen.

"Auf der Strecke ging es heute nicht ganz so gut für mich, das hab ich gespürt. Da war es eben wichtig, gut zu schießen. 32 Sekunden auf der Strecke gegen Sandrine Bailly zu verlieren - das ist natürlich viel zu viel", meinte Kati Wilhelm nach dem Rennen. Sandrine Bailly freute sich dagegen über ihre fast 20 Sekunden Vorsprung, die sie in die Verfolgung mitnimmt: "Ich hatte heute sehr gute Ski, war super in Form. Ich hatte die Zeiten von Kati immer im Blick, wusste aber, dass ich sie im Griff habe. Vor Juriewa hatte ich keine Angst, da wusste ich auf jeden Fall, dass ich da besser bin."

Neuner mit vier Fehlern auf Rang 12

abrina Buchholz (1 Fehler) und Andrea Henkel (3) erreichten die Ränge fünf und sechs. Magdalena Neuner schaffte es mit vier "Fahrkarten" immerhin noch auf Platz 12. Neuner hatte nach dem fehlerfreien Liegendanschlag noch überlegen geführt. Bei zunehmendem Nebel fehlte ihr im Stehendschießen allerdings der Durchblick, und die Wallgauerin traf nur eine von fünf Scheiben. Auch Andrea Henkel vergab nach einer Nullserie beim ersten Schießen mit drei Fehlern beim Stehendschießen alle Siegchancen.

Martina Glagow verteidigte als 17. ihre Führung im Gesamt-Weltcup. Die Mittenwalderin hatte zum Saisonauftakt im
finnischen Kontiolahti das Einzelrennen und den Sprint gewonnen.

Quelle: sport.ard.de


Hochfilzen - Bailly distanziert alle - Wilhelm Dritte

Beim Sprintrennen über 7,5 Kilometer im österreichischen Hochfilzen ließ Sandrine Bailly der Konkurrenz keine Chance. Die Französin verwies Ekaterina Jurijewa aus Russland sowie Kati Wilhelm auf die weiteren Plätze. Martina Glagow verteidigte als 17. das Gelbe Trikot.

Bailly, die erst vor wenigen Wochen einen Handgelenksbruch auskuriert hatte, blieb am Schießstand fehlerlos und überzeugte in der Loipe. "Ich hatte heute sehr gute Ski und befinde mich in einer Super-Form", sagte die 28-Jährige nach ihrem 17. Weltcup-Sieg. Auch vor der Überraschungs-Zweiten Jurijewa war ihr im Ziel nicht mulmig: "Ich hatte keine Bedenken, dass Ekaterina noch an mir vorbeiziehen könnte, da ich gerade in der Schlussrunde richtig Gas gegeben habe."

Buchholz mit bestem Karriere-Ergebnis

Bei den DSV-Läuferinnen überzeugten vor allem Wilhelm als Dritte sowie Sabrina Buchholz, die mit dem fünften Platz ihr bestes Karriere-Ergebnis schaffte. Die anderen deutschen Läuferinnen legten eine starke Laufleistung hin, hatten aber beim stehenden Anschlag immense Probleme: Magdalena Neuner verfehlte dort das Ziel viermal, Andrea Henkel dreimal, Glagow und Simone Denkinger jeweils zweimal. Dabei waren die Fehlschüsse mitunter auf die widrigen äußeren Umstände zurückzuführen. "Ich sehe bei dem ganzen Nebel überhaupt nichts mehr", funkte Henkel von der Strecke.

Wilhelm behält den Durchblick

Wilhelm behielt dagegen den Durchblick und brachte alle zehn Schuss ins Ziel. "Auf der Strecke hatte ich heute große Probleme. Das habe ich gleich nach dem Start gemerkt. Doch es gibt eben Tage, da läuft es halt nicht so. Aber zum Glück besteht Biathlon aus zwei Sportarten und in einer habe ich heute super abgeschnitten", kommentierte die 31-Jährige ihre Leistung.

Bundestrainer Uwe Müssiggang zeigte sich beeindruckt von der Leistung von Bailly, fügte aber an, "dass der Abstand jetzt nicht so groß ist, dass das morgige Verfolgungsrennen schon entschieden ist".

Quelle: de.eurosport.yahoo.com


Wilhelm verhindert deutsches Debakel

Hochfilzen - Nach dem starken Comeback von Vizeweltmeister Andreas Birnbacher hat Olympiasiegerin Kati Wilhelm als Sprint-Dritte die erste Saison-Schlappe der deutschen Biathletinnen gerade noch verhindert.

Im Nebel von Hochfilzen verloren dagegen die Topfavoriten Andrea Henkel und Magdalena Neuner am Schießstand ebenso den Durchblick wie Weltcup-Spitzenreiterin Martina Glagow und fielen durch eine Serie von Fehlschüssen auf die Ränge 6, 12 sowie 17 zurück.
Die Französin Sandrine Bailly feierte über die 7,5 km ebenso ihren ersten Saisonsieg wie zuvor im 10-km-Männersprint der Russe Dimitri Jaroschenko.
Bester deutscher Skijäger war Andreas Birnbacher, der 13 Tage nach einem dreifachen Bänderriss im rechten Fuß als Achter ein tolles Saisondebüt ablieferte. Weltmeister Michael Greis wurde Neunter.

"Ich bin super zufrieden"
"Wer mich die letzten Tage so dahin humpeln sah, der hätte nie geglaubt, dass es heute so gut gehen könnte. Ich bin super zufrieden", sagte Birnbacher.
"Dritter Platz ist sicher gut, aber ich habe noch einige Reserven beim Laufen. Da habe ich schon einige Sekunden verloren. Ich bin noch nicht optimal in Form" meinte Kati Wilhelm.
"Heute haben alle gesehen, dass diese Saison für unsere Mannschaft kein Selbstläufer wird. Wir können nicht immer gewinnen, aber wenigstens haben wir Kati auf dem Siegerpodest", ergänzte Frauen-Coach Uwe Müssiggang.

Ein Wort mit "Sch..."

Bis zum Stehendschießen sah alles nach der nächsten deutschen Gala-Vorstellung aus, aber dann patzten die in Führung liegenden Neuner und Henkel vier- sowie dreimal.
"Vier Fehler beim Stehendschießen. Da fällt mir nur ein Wort mit 'Sch..' ein. Zwölfter ist nicht der Platz, den ich mir vorstelle", grantelte die bitter enttäuschte Magdalena Neuner.
Die Dreifach-Weltmeisterin des Februars zuckte im Ziel resigniert mit der Schulter in Richtung der trotzdem jubelnden Fans und hatte Mühe, Tränen der Enttäuschung zu unterdrücken.

"Echt zu neblig"

Gewohnt trocken nahm Martina Glagow ihre bislang schwächste Saisonleistung hin: "Das war mir heute echt zu neblig. Ich war froh, dass ich wenigstens die richtige Scheibe getroffen habe", meinte die Mittenwalderin, die mit 157 Punkten wenigstens ihr Gelbes Trikot der Weltcup-Führenden vor Bailly (148) verteidigte.
Vollauf zufrieden war Andreas Birnbacher. Nach dem beim Treppensteigen erlittenen Bänderriss im rechten Fuß konnte der Bayer in den letzten Tagen nur "ein wenig Radl fahren und sehr eingeschränkt trainieren. So gesehen ist es völlig normal, dass mir am Ende die Kraft ausgegangen ist."

Weltmeister Greis zufrieden

Außer Birnbacher war im deutschen Männerteam nur noch Michael Greis mit seinem Auftritt im 1000 m hoch gelegenen österreichischen WM-Ort von 2005 halbwegs zufrieden.
"Nach den deprimierenden zwei Strafrunden beim Liegendschießen habe ich auf der Strecke gemerkt, dass es wenigstens läuferisch gut geht. Das hat mich wieder motiviert. Ich merke, dass es Schritt für Schritt vorwärts geht", sagte der Weltmeister.

Der Bundestrainer grantelt

Männer-Bundestrainer Frank Ullrich lobte einzig den fehlerfrei schießenden Birnbacher für seinen "sensationellen Saisoneinstand" und grantelte angesichts seiner ansonsten am Schießstand schwachen Männer:
"Das war überhaupt nicht so konzentriert, wie man sich das als Trainer wünschen müsste."

Quelle: www.sport1.de


Wilhelm Dritte im Nebel von Hochfilzen

m Nebel von Hochfilzen hat Kati Wilhelm den Durchblick behalten und als Sprint-Dritte die Erfolgsserie der deutschen Biathletinnen fortgesetzt. Trotz fehlerfreien Schießens konnte die Olympiasiegerin aber den ersten Saisonsieg der Französin Sandrine Bailly nicht verhindern.

Nach 7,5 Kilometern hatte sie 18,8 Sekunden Vorsprung vor Jekaterina Jurijewa aus Russland. Wilhelm lag 33,9 Sekunden zurück. Als Fünfte erfüllte die Oberhoferin Sabrina Buchholz die WM-Norm. Andrea Henkel wurde mit drei Strafrunden noch Sechste, während Weltmeisterin Magdalena Neuner vier Scheiben verfehlte und trotz eines tollen Laufs mit Position zwölf zufrieden sein musste.

Im Gesamtweltcup führen weiter der Tageszweite Ole Einar Björndalen aus Norwegen und Kontaktlinsen-Trägerin Martina Glagow. "Ich sehe überhaupt nichts mehr", hatte sie schon von der Strecke gefunkt und folgerichtig zwei Scheiben nicht getroffen. Am Ende reichte es zu Platz 17.

Kati Wilhelm hingegen traf alle zehn Scheiben. "Ich habe gemerkt, dass es auf der Strecke nicht ganz so gut ging. Deshalb habe ich mich voll auf's Schießen konzentriert" erzählte Wilhelm - und bekam dafür ein Sonderlob von Bundestrainer Uwe Müssiggang. "Das Ergebnis hat aber auch gezeigt, dass Podestplätze kein Selbstläufer sind", sagte er.

Quelle: www.sportal.de